Fragt Hietzing! BV Kobalds Antworten auf eure Fragen

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 19. Februar 2018 - 11:55
Tags: Stadt gestalten

Portrait Silke Kobald

Fragt Hietzing! Bezirksvorsteherin Silke Kobald beantwortet die Fragen der Nachbarinnen und Nachbarn, gibt einen kurzen Rückblick auf 2017 und Ausblick auf 2018:

 

Was wird gegen die Parkplatznot entlang des Wientals getan?

Anfang 2017 haben sich Hietzings Bewohner/innen neuerlich auch in den einzelnen Grätzeln gegen das Parkpickerl ausgesprochen. Als Bezirk können wir leider keine eigene Lösung gegen den Willen der Stadt umsetzen. Wir werden trotzdem weiter mit aller Kraft um Lösungen für die Parkplatzproblematik kämpfen.        


Bezirksvorsteherin Silke Kobald beantwortet die Fragen der FragNebenan-Nachbarn. Copyright: Udo Titz

 

Warum kann die Ampel an der Kreuzung St.Veit-Gasse/Hietzinger Kai nicht stärker zu Gunsten des einströhmenden Verkehrs von der St.Veit-Gasse geschalten werden?

Die zuständige Magistratsabteilung 33/Wien Leuchtet hat diese Situation auf mein Ersuchen hin mehrfach intensiv geprüft und kam zu folgendem Ergebnis: Verbesserungen für die Relation St-Veit-Gasse wären nur durch Grünzeitkürzungen am Hietzinger Kai und in der Hadikgasse machbar, was aber im Sinne des übergeordneten Verkehrs auf der Hauptstraße B1 und der dort ebenfalls vorherrschenden Verkehrsüberlastung mit weitaus größeren Verkehrsmengen nicht vereinbar ist.

 

Warum werden immer mehr Bäume im Bezirk gefällt?

Über 70 % Hietzings sind Grünfläche. Prozentuell gesehen ist kein Bezirk grüner. Die Bäume im Bezirk werden regelmäßig hinsichtlich Baumsicherheit überprüft und wenn festgestellt wird, dass Gefahr besteht, müssen sie gefällt werden. Überall dort, wo das Baumschutzgesetz zur Anwendung kommt, werden die gefällten Bäume verpflichtend nachgepflanzt. Im Jahr 2017 wurden in Hietzings Straßen und Parkanlagen 265 Bäume gepflanzt.

 

Wann geht es mit der Verbindungsbahn weiter?

Aus Sicht des Bezirks ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur selbstverständlich zu begrüßen. Unsere Forderungen an die ÖBB sind weiter aufrecht: Erhalt der Querungen, Prüfung einer Tieferlegung der Bahn, Güterverkehr unter die Erde und Errichtung eines bahnbegleitenden Radweges. Die ÖBB will voraussichtlich im Mai 2018 der Bevölkerung und dem Bezirk den bis dahin ausgearbeiteten Planungsstand präsentieren.

 

Wann wird die U4 bis Auhof verlängert?

In die seit Jahren von uns geforderte U4-Verlängerung kommt nun endlich Bewegung. Niederösterreich prüft gerade den U-Bahn-Ausbau über die Landesgrenzen und Wien hat ebenfalls die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zugesagt. Ich gehe davon aus, dass im heurigen Jahr die Ergebnisse vorliegen werden. Die U4-Verlängerung über die Stadtgrenze hinaus in Kombination mit Park & Ride-Anlagen wäre für die Bevölkerung und insbesondere die Pendler eine dringend notwendige Alternative zum Individualverkehr und die Westeinfahrt würde endlich entlastet werden.

 

Rückblick 2017

Ein besonderer Erfolg im letzten Jahr ist der Etappensieg beim so wichtigen Thema Hörndlwald: Die Reha-Klinik wird entsprechend unseren Forderungen der ersten Stunde nun vorübergehend im Pavillon XIV des ehemaligen Geriatriezentrums am Wienerwald errichtet und übersiedelt langfristig auf den Rosenhügel. Jetzt liegt es an der Stadtpolitik, die Bauflächen im Hörndlwald zurück zu widmen.

Ganz besonders wichtig sind mir die jungen Hietzinger/innen. Daher freut es mich sehr, dass die Volksschule Ober St. Veit seit diesem Schuljahr eine Nachmittagsbetreuung direkt in der Schule anbietet.

Auch ist endlich eine der größten Straßensanierungen der letzten Jahre abgeschlossen worden: Die Wattmanngasse wurde im Bereich Gloriettegasse/Elisabethallee nicht nur komplett saniert, sondern auch neu gestaltet.

 

Ausblick 2018

Die großen Zukunftsthemen werden uns weit über dieses Jahr beschäftigen: nicht nur die Verbindungsbahn, auch eine mögliche U4-Verlängerung oder der so wichtige Ausbau der Nahversorgung. Wir wollen auch im Bildungs-, Jugend- und Familienbereich weiter ein führender Bezirk bleiben und werden zahlreiche Initiativen setzen. 2018 werden wir auch mit den oft schon längst fälligen Straßensanierungen weitermachen. Hier möchte ich vor allem die Wittgensteinstraße erwähnen.

Kulturell feiert Wien 2018 die Moderne. Vor 100 Jahren sind Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser gestorben. Sie prägten nicht nur das Wien um 1900 nachhaltig, sondern auch Hietzing. Die Hietzinger Bezirksfestwochen werden daher 2018 der Wiener Moderne einen Schwerpunkt widmen. Das neue Programm bekommen alle Hietzinger/innen rechtzeitig per Post.

 

Orte:  1130 Hietzing

Kommentare

Danke für die Antwort, der Hörndlwald-Erfolg tut besonders gut!

Zur Kreuzung St.Veitgasse möchte ich noch bemerken, daß die Phase stadteinwärts sehr lange dauert, und dazwischen ein Loch entsteht, wo man die Ampel leicht umschalten könnte, die Phase von der St.Veitgasse kommend, ohnehin nur sehr kurz ist! Da ginge sich eine dazwischen leicht aus, meine Meinung! Wer stimmt mir zu?

Sehe ich genauso, das Loch ist mir auch oft aufgefallen. Für die vielen Fußgänger, die die U4-Station Unter St. Veit frequentieren oder über die Brücke wollen, sind die langen Wartezeiten ebenfalls sehr mühsam.

wir sind als direkte Anrainer froh und dankbar über die Erhaltung des Hörndlwaldes. Aktuell sind in unserer Gegend die Straßen wegen Wasserrohrtausch aufgerissen. Wir hoffen, dass danach die längst überfällige Sanierung der Fahrbahn erfolgt.