Fragt die Josefstadt! BV Mickel-Göttferts Antworten

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 19. Februar 2018 - 12:14
Tags: Stadt gestalten

Veronika Mickel-Göttfert beantwortet die Fragen der Nachbarn

Fragt der Josefstadt! Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert beantwortet die Fragen der Nachbarinnen und Nachbarn, gibt einen kurzen Rückblick auf 2017 und Ausblick auf 2018:

 

Könnte in der unteren Josefstädter Straße bzw. im ganzen Bezirk eine Tempo-30 Zone eingeführt werden?

Die Josefstadt nimmt beim Thema Tempo 30 bereits eine Vorreiterrolle ein. Dieses gilt bereits seit einigen Jahren flächendeckend, außer auf Straßen, auf denen öffentlicher Verkehr unterwegs ist. Auf der Josefstädter Straße, auf der die Straßenbahnlinie 2 fährt, muss abgewogen werden. Dieser hat leider bis dato einen besonders schlechten Ruf, was die Pünktlichkeit betrifft. Aber auch hier gibt es auf der Strecke der Buslinie 13A bereits eine Ausnahmeregelung. Im Bereich der Strozzigasse, der Piaristengasse, Kochgasse und der Skodagasse, im Abschnitt zwischen Lederergasse und Alser Straße wurden im Herbst 2017 die von uns geforderte Tempodrosselung auf 30 km/h umgesetzt.

 

Was wird getan, um die Fußgängersituation am J.M. Hauer-Platz zu verbessern? Viele Fußgänger queren abseits der Zebrastreifen, weshalb es zu riskanten Situationen kommt.

Vor kurzem wurde am Josef-Matthias-Hauer-Platz eine Verkehrserhebung durchgeführt. Zur Diskussion stehen die Möglichkeiten der Reduzierung um einen Fahrstreifen, die Reduzierung auf einen Fahrstreifen, sowie die Gesamtsperre der Fahrbahnen, wobei die Straßenbahn auch weiterhin über den Platz fahren würde. Die Ergebnisse der Erhebung werden sowohl in der Mobilitätskommission, als auch in der Agendakommission des Bezirks gemeinsam beraten, damit die Fußgängersituation verbessert wird.

 


Bezirkvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert beantwortet die Fragen der FragNebenan-Nachbarn. Copyright: LARESSER.com

 

Was war Ihr wichtigstes Projekt im Jahr 2017?

Im Jahr 2017 wurden einige wichtige Projekte umgesetzt und auch die Weichen für kommende Projekte gelegt.

Unter anderem ist mit Anfang März die Überlappungszone mit dem 7. Bezirk eingeführt worden. Fahrzeughaltern mit einem Parkpickerl für den 7. und 8. Bezirk ist es dadurch ermöglicht worden, das Fahrzeug auch in einem Randbereich des jeweils anderen Bezirks abzustellen.

Mit der Petition für den Erhalt des Hauses in der Strozzigasse 39 haben wir erreicht, dass nun ein Denkmalschutzverfahren eingeleitet wurde.

Außerdem wurden mit rund € 300.000 die Anregungen der jüngsten Josefstädterinnen und Josefstädter aus dem Kinder- und Jugendparlament in die Tat umgesetzt und die Ballspielplätze rundum erneuert.

2017 haben wir es auch geschafft, dass es in Zukunft mehr Grünraum für die Josefstadt geben wird. Mit 2019 wird der Garten der BVA mit einer Fläche von 3000 m² geöffnet.

 

Auf welches Projekt von 2018 freuen Sie sich am meisten?

Gemeinsam mit allen Josefstädterinnen und Josefstädtern haben wir viele Projekte geplant, welche wir dieses Jahr umsetzen werden, denn die Josefstadt lebt vom guten Miteinander und der Offenheit der Menschen, die hier zuhause sind.

Lange haben wir uns für mehr Schulraum in der Josefstadt eingesetzt. Im Oktober letzten Jahres fiel der Startschuss für ein Beteiligungsverfahren für die Schulraumerweiterung am Standort Pfeilgasse. Gemeinsam mit allen Beteiligten, die im Grätzl lernen und lehren, wird nun ein Konzept für die beste Schule der Zukunft erstellt.

Im Juni 2017 haben die Anrainerinnen und Anrainer der Lange Gasse für die Umgestaltung dieser gestimmt, welche mit einem Budget von 620.000,- Euro von April bis Juni 2018 umgesetzt wird. Im Zuge der Neugestaltung werden die Fahrbahn und der Gehsteig niveaugleich gemacht und der Hugo-Bettauer-Platz freundlicher gestaltet.

Auch das Radfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse wird realisiert, welches mit großer Mehrheit in der Bezirksvertretungssitzung beschlossen wurde.

Für das Gedenkjahr und zum Frauenwahlrecht haben wir auch einige Aktivitäten geplant. Unter anderem wird eine Gedenkstele an der Stelle der ehemaligen Synagoge in der Neudeggergasse errichtet und der Film „Die Stadt ohne Juden“ am Hugo-Bettauer-Platz gezeigt. Begleitet wird das Gedenkjahr von zahlreichen Aktivitäten im Bezirksmuseum. Zum Frauenwahlrecht, welches sein 100-jähriges Bestehen feiert, wird es eine Vorführung des Films „Die göttliche Ordnung“ geben.