Fragt Mariahilf! BV Rumelharts Antworten auf eure Fragen

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 16. Februar 2018 - 10:39
Tags: Stadt gestalten

Markus Rumelhart beantwortet die Fragen der Nachbarn

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart beantwortet die Fragen der Nachbarinnen und Nachbarn, gibt einen kurzen Rückblick auf 2017 und Ausblick auf 2018:

 

Welche Maßnahmen sind zur Verkehrsberuhigung der Gumpendorfer Straße geplant?

Ein wichtiger Schritt zur Verkehrsberuhigung auf der Gumpendorfer Straße war die Einführung der Tempo 30 Zone im Jahr 2014. Weitere Schritte werden folgen.

Doch zuvor müssen wir die Verlängerung der U2 durch unseren Bezirk abwarten. Von den Bauarbeiten bleibt leider die Gumpendorfer Straße nicht verschont. Was wir begonnen haben, ist die Diskussion mit Wiens Verkehrs- und PlanungsexpertInnen und in Folge mit BürgerInnen. Ich möchte mit ihnen einen attraktiven Straßenraum auf der Gumpendorfer Straße entwickeln.

 

Könnten Maßnahmen gesetzt werden, um die Fahrradfahrer auf der Mariahilfer Straße zu mehr Achtsamkeit zu bewegen?

Ich glaube, dass wir keine wirkungsvollen, baulichen Maßnahmen auf der Mariahilfer umsetzen können. Sie würden auch alle anderen VerkehrsteilnehmerInnen und besonders FußgängerInnen behindern. Ich stehe nicht für das Gegeneinander von Gruppen sondern für das gute Miteinander aller VerkehrsteilnehmerInnen!

Was wir aber tun können, sind Aktionen auf der Mariahilfer Straße, bei denen wir RadfahrerInnen auf ein rücksichtsvolles Miteinander hinweisen. Diese bewusstseinsbildenden Aktivitäten machten wir in der Vergangenheit und werden wir fortsetzen. Dazu wird die Polizei Schwerpunktkontrollen auf der Mariahilfer Straße durchführen.

 


Bezirksvorsteher Markus Rumelhart beantwortet die Fragen der FragNebenan-Nachbarn. Copyright: Sara Costa

 

Wann gibt es in Mariahilf auch einen Hinterhofflohmarkt wie in Wieden oder Margareten?

2006 organisierten MariahilferInnen einen Grätzelflohmarkt, den wir mit unseren Möglichkeiten unter den Armen griffen. Gerne helfen wir wieder engagierten BewohnerInnen.

Wir unterstützen Aktivitäten, die das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern. Dazu haben wir die Initiative „Miteinander in Mariahilf“ geschaffen und können anbieten:

  • Förderung von max. 300,-- Euro
  • Vernetzung mit ansässigen Organisationen und Einrichtungen
  • Hilfe bei der Umsetzung
  • Bewerbung

 

Welche Maßnahmen sind im Bezirk geplant, um die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zu fördern? Und welche Strategien zur Verkehrsberuhigung wurden bereits besprochen und was wird getan, um die Autofahrer zu mehr Achtsamkeit zu bewegen?

Der Bezirk verfolgt die Strategie, dass jedes Mariahilfer Wohnhaus gut erreichbar ist, jedoch der Durchzugsverkehr auf überregionale Straßen gelenkt wird. Darauf basierend werden laufend Maßnahmen gesetzt.

Zu dieser Frage muss ich aber ganz klar sagen: Der Bezirk kann noch so viel für die Verkehrsberuhigung im Wohngebiet tun. Die Verantwortung über das Verhalten im Straßenverkehr liegt beim Fahrzeuglenker. Dieser Verantwortung kann sich niemand hinter dem Lenkrad entziehen.

Als Bezirk stellen wir unsere mobile Tempomessanlage auf. Sie zeigt die gefahrene Geschwindigkeit, kann aber zu schnelles Fahren nicht verhindern. Die Konsequenzen hat der AutofahrerInnen zu tragen. Daher fordere ich immer wieder mehr Polizisten im Bezirk, damit Verstöße öfters kontrolliert und geahndet werden können.

 

Was war Ihr wichtigstes Projekt im Jahr 2017?

Wir gestalteten die Mollardgasse nach den Wünschen der BürgerInnen um. Außerdem eröffneten wir in der Magdalenenstraße den Helene-Heppe-Park. Es wurde ein toller, farbenfroher Spielplatz für Kleinkinder. Und für die VolksschülerInnen der Sonnenuhrgasse erneuerten wir den Schulhof.

 

Auf welches Projekt von 2018 freuen Sie sich am meisten?

Dieses Jahr steht ganz im Motto „Miteinander die Zukunft gestalten“. Ich freue mich daher schon auf viele konstruktive Gespräche mit MariahilferInnen. Ich möchte mit ihnen die Otto-Bauer-Gasse, das Loquaigrätzel, den Oskar-Werner-Platz und die Corneliusgasse neuplanen. Genauso freue ich mich schon auf den Zubau für unsere Schule in der Mittelgasse. Der Bezirk wächst, immer mehr Kinder gehen im 6. Bezirk zur Schule. Daher brauchen wir dringend neue Klassenräume.

 

 

Kommentare

Zur Verkehrsberuhigung in der gumpendorferstrasse: es gibt eine 30 Tafel beim Gürtel und dann keine mehr. Die gefährlichste Strecke ist zwischen hofmühlgasse in dem Apollo wo es keine 30 Tafel gibt, die Autos rasen und nie Polizei anwesend ist. Es wäre gut die von unserem bezirksvorsteher vorgebrachten Vorschläge in aktive Realität zu verwandeln! Vielen Dank!

Danke für's Beantworten der Fragen! Ich würde mir bei den Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung noch etwas konkretere Pläne wünschen. Einen "attraktiven" Straßenraum zu schaffen lässt sehr viel offen - zum Beispiel stellt sich da sofort die Frage, attraktiv für welches Verkehrsmittel?

In einem Punkt möchte ich auch widersprechen: Die Konsequenzen für zu schnelles Fahren tragen nicht wie sie schreiben die "AutofahrerInnen" sondern eben andere: Es sind vor allem jene die hier leben, die die Abgase einatmen, dem Lärm ausgesetzt sind und gefährdet werden. Bei 30-50km/h passiert einem im Auto sitzenden im Falle eines Unfalls nichts, die Konsequenzen tragen dann die schwächeren Verkehrsteilnehmer also Fußgänger oder Radfahrer. Das ist auch der Grund, warum mir Verkehrsberuhigung (und damit einhergehend Rücksichtnahme) so wichtig sind.

Die 30er sind ganz groß auf die Straße gemalt, aber vielen Autofahrern ist das offenbar egal. Wenn ich manchmal auf der Insel bei der Esterhazygasse stehe, rübergehen möchte und Autofahrern deute, sie sollen langsamer fahren, machen sie unanständige Handzeichen. Da helfen nur Geschwindigkeitskontrollen und Strafen durch die Polizei glaube ich.

Ingo, hier steht "Die Verantwortung über das Verhalten im Straßenverkehr liegt beim Fahrzeuglenker." Ich lese nichts von Konsequenzen.

An Aktionen für mehr Achtsamkeit auf der Mariahilferstraße beteilige ich mich gerne, um alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, egal, ob zu Fuß, auf dem Fahrrad, im Rollstuhl, alleine, zu zweit, mit Hund, mit Kinderwagen, mit Rollator, mit oder ohne Handy dazu zu bewegen, auf einander zu schauen.