Ein Dorfplatz im Großstadtdschungel

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 29. Januar 2018 - 14:07

Ein Dorf mitten in der Stadt

Ein Dorfplatz mitten in unserer Megametropole an der Donau und ein atypischer Käseladen mitten im sonst so anonymen Großstadtdschungel wollen zu mehr Miteinander führen. Das Leben in der Großstadt besteht zwar nicht ausschließlich aus Stereotypen, die meisten Nachbarn kennt man allerdings nur vom Austausch von Postpaketen. Oder vom kurz im Stiegenhaus „Hallo“ sagen.


Das Laendyard will sein eigenes Grätzl schaffen. Copyright: Laendyard

FragNebenan will Nachbarinen und Nachbarn verbinden. Und dann gibt es noch andere Projekte, die dieser Anonymität entgegentreten wollen. Das Laendyard mit seinem neu interpretierten Dorfplatz zum Beispiel. Es versucht, die klassische Begegnungszone neu zu interpretieren und in ein eigenes Grätzel zu gießen. Neue Ansätze, wie dieser urbane Marktplatz von JP Immobilien, bringen den Dorfplatz in das digitale Zeitalter. Aber auch die Bautafel, die bisher nur direkt vor Ort auf Baustellen zu finden war, ist mittlerweile im Internet zu finden. Beispiel gefällig? Unter Immobiliensuche finden sich alle Informationen rund um neue Miet- und Eigentumswohnungen.


Das Mitgestalten der Entwicklung der Stadt wird durch die fortschreitende Technik immer einfacher. Direkte Einflussnahme ist zum Beispiel über Sag’s Wien möglich. Darüber können Bürger der Stadt Schäden melden. Oder man kann über Urban Gardening direkt seinen (grünen) Fingerabdruck hinterlassen. Und dann gibt es auch noch Crowdinvesting Plattformen wie Rendity, die es Nachbarn erlauben, durch die Finanzierung von Immobilienprojekten die weitere Entwicklung ihrer Stadt indirekt mitzubestimmen. Und natürlich kann man FragNebenan nutzen, um seine Stadt mitzugestalten. Indem man sein Anliegen mit den Nachbarn diskutiert oder sie zu seiner Initiative einlädt.


Um der städtischen Anonymität zu entkommen ist es wichtig, aktiv neue Dinge auszuprobieren und Menschen mit gemeinsamen Interessen zu suchen. Dieses Verständnis für die eigene Umgebung und der Wunsch nach kurzen Wegen hilft natürlich auch lokalen Kleinunternehmen spezielle Angebote anzubieten. Auch dafür gibt es spannende Beispiele. Zuletzt ist uns der unkonventionelle Käseladen Yumi in der Langen Gasse in der Josefstadt in die Augen und Nasen gesprungen. Schweizer Humor gepaart mit einer großen Portion Käseflair haben eine großstädtische Wohlfühloase mit einzigartiger Atmosphäre entstehen lassen. 
 

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