Menschen von nebenan: Pantea

Gespeichert von Julia am 31. August 2018 - 11:00
Tags: Menschen von nebenan

Pantea ist elf. Seit vier Jahren geht sie in Wien zur Schule. Wir verabreden uns vor dem Haus Liebhartstal in Ottakring, wo sie mit ihren Eltern in einem Zimmer wohnt. Schnell bringt sie noch die schwere Schultasche hinauf und trifft mich dann im Garten hinterm Haus. Ein paar Bänke und Tische stehen über den Rasen verteilt – früher saßen hier wohl PensionistInnen und genossen die Frühlingssonne. Heute laufen Pantea und ihre Freundinnen über die Wiese und durch die wildwachsenden Büsche, wo ein kleiner Pfad in ein grünes Geheimversteck führt.

Pantea: Wir bauen hier immer ein Haus. Wir legen eine Decke hin und da steht dann die Teekanne und dann kochen wir Tee.

Julia: Was brauchst du denn alles in deinem Zuhause?

Pantea: Ich hab zuhause ein große Bär. Und er schlaft immer bei mir. Er ist soooo groß wie ich. Und dick. Ohne ihn kann ich nicht schlafen. So eine Bär hatte ich im Iran auch schon aber den hat jemand kaputt gemacht. Und ich hatte auch noch einen Hund. Ich war noch klein und ich hatte Geburtstag, und da hat der Papa mir eine Hund gekauft, ich wusste nix – eine echte Hund! Und an einem Tag hat die Polizei den Hund von mir weggenommen. Ich weiß nicht, ob er noch lebt. Und danach sind wir hierher gekommen nach Österreich und wir hatten kein Haus und so. Aber jetzt kennen wir uns in Österreich schon aus.

Julia: Und wenn du erwachsen bist, was möchtest du dann für ein Zuhause haben?

Pantea: Ein Schwimmbad soll das haben. Ich würde so gern schwimmen. Wenn ich groß bin kauf ich ein Haus und ein Schwimmbad. Aber das Wichtigste im Haus ist das Bett. Und eigentlich wichtig ist das Wasser. Und Essen. Meine Mama kocht leckere Essen.

Julia: Was kocht sie denn?

Pantea: Manchmal Reis, der wie ein Kuchen aussieht. Das ist ur-lecker.

Julia: Wie heißt das?

Pantea: Tajine.

Julia: Isst du das am liebsten?

Pantea: Am liebsten esse ich Palatschinken und Spaghetti.

Julia: Wirklich – Palatschinken? Hast du das in Wien kennengelernt?

Pantea: Nein, im Iran gibt es auch Palatschinken. Die kenn ich schon länger. Ähnlich sind die. Man kann die zum Beispiel mit Salat drinnen essen. Es gibt manche Salat, den kochen wir und man kann das scharf machen und salzig machen. Oder man kann Fleisch rein geben. Und Süßigkeiten liebe ich. Am meisten liebe ich Eis. Und Schokolade liebe ich. Nur etwas liebe ich nicht: diese Zuckerl, die man in Mund gibt und der Mund wird gut riechen. Die mag ich nicht. Wäh. 

Das ganze Interview ist nachzulesen in der neu erschienenen Ottakringer Grätzelzeitung „Liebhartsblatt“ und auf lieblingsleben.blog! Wir freuen uns über Leserschaft!

Eure Julia

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