Menschen von nebenan: Trainer Herzig

Gespeichert von Julia am 13. Juli 2018 - 10:48
Tags: Menschen von nebenan

Trainer Herzig erzählt von einem alten Zuhause und neuen Entwicklungen: Thomas Herzig ist im 16. Wiener Bezirk aufgewachsen und seit zwanzig Jahren Jugendtrainer beim WSK, dem Wiener Sportklub. Derzeit betreut er die U7 und die U11, also eine Gruppe quirliger kleiner Fußballspieler unter sieben und eine Gruppe Burschen unter elf Jahren.

Julia: Haben Sie in diesem Alter auch Fußball gespielt?

Herzig: Ich hab mit neun Jahren in Penzing angefangen und mit Vierzehn zum Wiener Sportklub gewechselt.

Julia: Was ist eine Ihrer schönsten Kindheitserinnerungen im Grätzel mit dem Ball?

Herzig: Das Aufwachsen im Sechzehnten war schon was Besonderes. Es war viel ruhiger als heute und man hat mehr Grünflächen gehabt. Inzwischen ist der Verkehr mehr geworden und es sind auch mehr Nationalitäten dazu gekommen, was nicht immer so reibungslos abläuft wie früher. Früher waren wir ab Nachmittag bis um zehn auf’d Nacht im Park, im Käfig oder am Sportplatz. Wir haben als Kind halt auch keine Playstation g’habt oder Computer oder sonst was. Wir haben nur das runde Leder g’habt. Mit neunzehn Jahren hab ich dann angefangen auch Kinder zu betreuen. Ich musste früh aufhören selber zu spielen wegen Verletzungen am Knie aber es hat mir immer gefallen und Spaß g’macht mit den Kindern zu arbeiten.

Julia: Bestehen die Mannschaften heute nur aus Buben oder gibt es auch Mädels?

Herzig: Momentan haben wir beim Nachwuchs drei Mädchen. Da sieht man derzeit keinen Unterschied zu den Burschen. Also die sind ziemlich brav.

Kurz stelle ich mir drei Mädchen in rosaroten, sauberen Kleidchen, weißen Kniestrümpfen und geputzten Lackschuhen auf dem Rasen vor, die niemals ihre Ellbogen einsetzen oder den Schiedsrichter beschimpfen würden. Aber mit brav meint Trainer Herzig in diesem Zusammenhang etwas anderes. Anerkennend nickt er und scheint selbst ein wenig über die Tatsache zu staunen, dass die Mädchen den Burschen am Feld in nichts nachstehen.

Julia: Was war als Kind Ihre Lieblingsspeise?

Herzig: Das war der berühmte Kaiserschmarren oder die Palatschinken von meiner Oma. Mit Marmelade oder Topfencreme gefüllt. Des vergisst man ned.

Julia: Hatten Sie auch einen Lieblingsspieler und eine Lieblingsmannschaft?

Herzig: Das war damals natürlich der Herbert Prohaska und Rapid. Und Rapid ist heute auch noch meine Mannschaft.

Julia: Und die Lieblingsspeise – hat sich die verändert?

Herzig: Na, meine Lieblingsspeise ist auch gleich geblieben. Und ich muss sagen, ich koche auch sehr gerne. Ich mach mir meinen Kaiserschmarren und die Palatschinken nach dem Rezept von der Oma. Das passt immer noch.

Das ganze Interview ist nachzulesen in der neu erschienenen Ottakringer Grätzelzeitung „Liebhartsblatt“ und auf lieblingsleben.blog! Wir freuen uns über Leserschaft!

Eure Julia

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