Die Nachbarn haben gefragt & Bürgermeisterin Mathiaschitz antwortet

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 29. Januar 2018 - 15:52
Tags: Stadt gestalten

Bürgermeisterin Mathiaschitz antwortet den FragNebenan-Nachbarn

Fragt Klagenfurt! - Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz bzw. die ÖBB und die zuständigen Fachabteilungen beantworten die Fragen der FragNebenan-Nachbarn. Dazu erzählt Mathiaschitz von ihren wichtigsten Projekten 2017 und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2018.
 

Warum nimmt sich die Stadt der gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit nicht mehr an?

Nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit sondern die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in sämtlichen Lebensbereichen wird seitens der Stadt Klagenfurt in den Fachabteilungen begleitend gelebt und fließt als Querschnittsmaterie in die Arbeit der einzelnen Fachabteilungen mit ein. Ein aktueller im Internet unter http://www.klagenfurt.at/leben-in-klagenfurt/menschen-mit-behinderung/ba... abrufbarer Bericht zeigt im Detail konkret umgesetzte Maßnahmen der letzten Jahre auf.
 

Warum werden in keinem Park, in keiner Wohnanlage, auf keinem Spielplatz Nutzbäume gepflanzt?

Betreffend Ihrer Anfrage teilen wir mit, dass in öffentlichen Anlagen über 300 Bäume mit nutzbaren Obst stocken. In erster Linie sind dies Kirschen, Zwetschgen und Walnüsse. Einer Vergrößerung des Bestandes stehen laufend eingehende Beschwerden wie z.B.: Belästigung durch Wespen am reifen Obst, Verschmutzung des Schuhwerks und Verletzungen durch herabfallendes Obst.
 

Warum wurde die Elisabethbrücke mit Brettern bestückt, die bei Frost rutschig sind?

Die sog. Laufplatte der Elisabethbrücke  wurde aus denkmalpflegerischen Gründen in seiner ursprünglichen Fassung (1856 Baumeister Domenico Venchiarutti) wieder errichtet. Die bei der Sanierung im Jahr 1977 zur Ausführung gelangte Stahlbetonlaufplatte hat sich nicht bewährt und entstand nach ca. 40 Jahren akuter Sanierungsbedarf. Der ursprüngliche Holzbohlenbelag wurde auf Empfehlung des „Österreichischen Holzforschungsinstitut“ in Eichenholz ausgeführt. Eichenholz deshalb, weil das Holz wesentlich haltbarer und speziell in der Winterbetreuung widerstandsfähiger verhält. Die sog. frühen und späten Jahresringe schleifen sich bei Nadelhölzer wie Lärche und Kiefer ab, bei Eichenholz hingegen entsteht durch den Betrieb nach und nach eine immer trittsichere gerippte Oberfläche.
 

Warum ist die Inbetriebnahme von getunten Fahrzeugen im Wohngebiet nicht verboten?

Im KFG sind grundlegende Bestimmungen über die technischen Eigenschaften der Fahrzeuge, ihre Genehmigung und ihre Zulassung zum Verkehr festgelegt. Wenn Kraftzeuge nach dem KFG zugelassen sind, dazu zählen natürlich auch einzeln typisierte Fahrzeuge, dürfen sie auf Straßen mit öffentlichem Verkehr generell nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (Geschwindigkeitsbeschränkungen, Fahrverbote, Hupverbote u. ä.) fahren. Wenn allerdings beim Betrieb eines Fahrzeuges vermeidbarer Lärm erregt wird, begeht der Fahrzeuglenker nach der der Straßenverkehrsordnung eine Verwaltungsübertretung und kann von der Polizei abgestraft werden.
 

Wann kommt die Unterführung beim Bahnübergang Waidmannsdorfer Straße?

Derzeit sind Planungen im Gange, die voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen werden sollen. Nach dem Vorliegen einer Kostenschätzung werden wir mit der Stadt Klagenfurt das Gespräch wegen einer Kostenbeteiligung suchen. Erst nach dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung, betreffend der Beteiligung an den Errichtungskosten, erscheint die Realisierung einer Unterführung in der Waidmannsdorfer Straße realistisch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es also noch viel zu früh, um über einen Zeitpunkt des Ersatzes der technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung zu sprechen.


Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz beantwortet die Fragen der FragNebenan-Nachbarn! Copyright: Stadt Klagenfurt
 

Die wichtigsten Projekte 2017 und Ausblick auf 2018

Die wichtigsten Projekte des Jahres 2017 waren neben der Umsetzung des Reformprozesses, die Einführung der neuen Kurzparkzonenregelung und die Beruhigung der Ostbucht. In den vergangenen zwölf Monaten wurden wichtige Schritte gesetzt um das subjektive Sicherheitsgefühl der Klagenfurter Bevölkerung weiter zu steigern. So wurden zum Beispiel große Investitionen im Bereich der Beleuchtung vorgenommen oder die Belegschaft im Ordnungsamt aufgestockt.

Im kommenden Jahr werden wir den Reformprozess, der mit dem erstellten Leitbild einhergeht, weiter umsetzen. Die Schwerpunkte werden die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Klagenfurt und die Positionierung Klagenfurt als Bildungshauptstadt sein. Auch die heuer ins Leben gerufene Idee des „Zentralraums Kärnten“ wird weiter verfolgt. 

Hinsichtlich des Budgets werden aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen (gestiegene Transferzahlungen) begleitende Maßnahmen ausgearbeitet, um einen drohender Abgang im Jahr 2018 abwenden zu können. Die Beleuchtungs-Offensive wird auch im kommenden Jahr weiter fortgesetzt. Im Frühjahr wird etwa ein dynamisches Beleuchtungskonzept im Bereich des Lendhafens installiert. Das Jahr 2018 ist zudem geprägt von den Feierlichkeiten rund um das „500-Jahr-Jubiläum“. Unter dem Motto „Klagenfurt macht Geschichte: Gestern – Heute – Morgen“ wird sich Klagenfurt seinen Bürgern und Gästen im Jubiläumsjahr präsentieren. Geplant sind neben einem Festakt im Wappensaal des Landhauses, ein Volksfest im Rahmen des Altstadtzaubers und zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr. Zusätzlich sind spezielle Aktivitäten, wie etwa Stadtführungen und Ausstellungen, für Schulkinder geplant. Anlässlich des Jubiläums wurden neue Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Klagenfurt für Volksschulen erstellt.

Kommentare

Wurden nicht wie angekündigt alle wenigen Fragen weitergereicht, oder hat man keine Rückmeldung von der Bürgermeisterin darüber erhalten ???

Guten Tag, ich bin Alleinstehende Seniorin. Mit der Veränderung in einen neuen Lebensabschnitt, gibt es neue Anforderungen an das Wohnen. Der Raumbedarf wird wesentlich geringer. 45m2 würden reichen. Ich könnte auch auf mein Auto verzichten, wenn die Öffis öfters als einmal in der Stunde fahren würden. Und nach 21:00. Ich würde auch eher Ruhe bevorzugen, da ich Lärmempfindlich geworden bin. Welche Wohnformen gibt es diesbezüglich in Klagenfurt. Ist in Zukunft ein Projekt geplant? Ist das Wohnen in solchen Projekten auch für Frauen leistbar welche nach über 40 Berufsjahren eine Mindestrente bekommen?