Fragt Währing! Die Antworten von Bezirksvorsteherin Nossek

Gespeichert von Chronik-Redaktion am 8. Februar 2018 - 11:55
Tags: Stadt gestalten

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek antwortet den FragNebenan-Nachbarn

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek beantwortet die Fragen der Nachbarinnen und Nachbarn, gibt einen kurzen Rückblick auf 2017 uns Ausblick auf 2018:
 

Was wird getan, um die Versorgung mit Bäckereien zu verbessern?

Nahversorgung heißt, dass man alles, was man im täglichen Leben braucht, in unmittelbarer Nähe einkaufen kann. Als grüne Bezirksvorsteherin ist mir das naturgemäß ein besonderes Anliegen. Ich unterstütze die Geschäftsleute und die StandlerInnen unserer drei Märkte wo immer möglich. Leider hab ich weder Einfluss auf die Hauseigentümer, ob und an wen sie Geschäftslokale vermieten, noch – und das trifft vor allem den Lebensmittelhandel – auf die Anbieter, wo sie Standorte aufmachen. Es freut mich aber, dass insgesamt eine positive Dynamik spürbar ist und laufend neue Geschäfte in Währing öffnen.
 

Wann wird es einen Fußgängerübergang bei der Gentzgasse Ecke Weimarerstraße geben?

Es freut mich sehr, dass im Dezember in der Währinger Bezirksvertretung GRÜNE und SPÖ die Ausweitung von Tempo 30 beschlossen haben: Damit ist ein wichtiger Schritt getan, dass beispielsweise die Martinstraße und Gymnasiumstraße, die innere Gentzgasse und die Währinger Straße ab dem Aumannplatz endlich ruhiger und sicherer werden. Um diese Tempo-Reduktion zu unterstützen, werden wir in der Folge Schritt für Schritt weitere Maßnahmen setzen: Reduktion der Straßenquerschnitte, Fußgängerübergänge, etc. Die Kreuzung Gentzgasse – Weimarer Straße steht auf der Liste – wann genau wir dazu kommen werden, kann ich noch nicht sagen.



Bezirksvorsteherin Silvia Nossek beantwortet die Fragen der FragNebenan-Nachbarn. Copyright: BV Währing
 

Kann die Parkraumbewirtschaftung auf 24h an 7 Tagen die Woche ausgeweitet werden?

Ja, prinzipiell könnte man die Parkraumbewirtschaftung auf 24 h an 7 Tagen die Woche ausweiten.
Allerdings: Es gibt, was die Parkraumbewirtschaftung anlangt, je nach Lebenssituation unterschiedliche Interessen. Nur als Beispiele: Jene, die vor allem einen Parkplatz für ihr eigenes Auto haben wollen, hätten gerne Parkraumbewirtschaftung rund um die Uhr. Jene, die sich ein Auto privat über Bezirksgrenzen hinweg teilen, sind froh, dass die Parkraumbewirtschaftung in den Randzeiten und am Wochenende nicht gilt, so dass sie das mitgenutzte Auto zumindest da bei sich in der Nähe abstellen können. Die jetzige Regelung ist ein Kompromiss zwischen vielen unterschiedlichen Interessen – ein neuer Kompromiss müsste erst ausgehandelt werden.
Grundsätzlich sind für die rechtliche Ausgestaltung der Wiener Gemeinderat und die MA65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) zuständig; die Bezirke können dabei mitreden, entscheiden können sie nicht.

 

Wird der Nepomuk-Vogl-Platz (z.B. durch zusätzliche Lebensmittelhändler sowie häufigeres Reinigen) aufgewertet?

Ich freu mich sehr, dass es so hohes Interesse am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz gibt. Mit dem Kaufmannsladen und weiteren engagierten StandbetreiberInnen entsteht neue Energie am Platz. Wir werden das nächstes Jahr durch eine Initiative für mehr Leben am Markt unterstützen – es gibt einige gute Ideen, und ich bin selbst schon gespannt, was wir gemeinsam mit Gebietsbetreuung und StandlerInnen auf die Beine stellen werden. Und ich möchte im kommenden Jahr gemeinsam mit allen Beteiligten eine bessere Gestaltung des Platzes planen.
 

Welche Pläne gibt es für den Aumannplatz? Wünschenswert wäre ein Bankomat und ein Supermarkt?

Hier gilt ähnliches wie bei der Frage nach den Bäckereien (siehe oben). Den Wunsch nach dem Bankomaten werde ich aufgreifen und schauen, ob sich ein geeigneter Standort und Betreiber rund um den Aumannplatz finden lässt.
 

Was war Ihr wichtigstes Projekt im Jahr 2017?

Eines auszuwählen ist schwierig – lassen Sie mich zumindest zwei nennen:
Währings Grün zu retten und auszubauen, ist eine Zukunftsfrage für die Lebensqualität in unserem Bezirk. Wir haben 2017 mit der dringend notwendigen Sanierung von Baumstandorten begonnen: In der Gymnasiumstraße und in Teilen der Alsegger Straße wurden große Teile des Asphalts rund um die Bäume entfernt und diesen so mehr Luft und Platz zum Überleben gegeben. Und wir haben in der Weimarer Straße und in der Gersthofer Straße insgesamt 12 neue Bäume gepflanzt.

Und wir haben 2017 die Agenda Währing gestartet: ein breit angelegtes Projekt, in dem sich alle Währingerinnen und Währinger mit ihren Ideen für die nachhaltige Entwicklung unseres Bezirks engagieren können. Fünf Agendagruppen arbeiten bereits – Interessierte finden alle Informationen unter www.agendawaehring.at 
 

Auf welches Projekt von 2018 freuen Sie sich am meisten?

Ich freu mich, dass 2018 nach sehr langwieriger Planung endlich die ersten spürbaren Schritte zur Aufwertung des Kreuzgassenviertels passieren werden: Die Kreuzgasse bekommt im Abschnitt Klostergasse bis Lacknergasse ein neues Gesicht: sogenannte Schmetterlingsinseln, eine grüne Fassade, es wird angenehmer, dort unterwegs zu sein. Und es wird sich etwas rund um den Johann –Nepomuk-Vogl-Platz tun – wie oben schon beschrieben.

Orte:  1180 Währing

Kommentare

Ich vermisse konkrete Aussagen, die meßbar sind - die "Schmetterlingsinseln" sind nett ...