Ob zu Fuß oder am Rad – Initiativen beleben die Stadt

Gespeichert von Hannah am 10. April 2018 - 9:52
Tags: Initiativen, Fahrrad, Nachbarschaft erkunden

Erobert die Straßen. Oder so ähnlich. Fahrrad fahren und Zu-Fuß-Gehen ist nicht nur gesund, sondern belebt zudem den öffentlichen Raum. Jetzt wo die Sonne öfter lacht, kann es wieder rausgehen – also nichts wie los, Helm aufsetzen und Schuhe schnüren: Der Frühling kann kommen. Wir stellen euch heute Initiativen vor, die sich ganz den Aktivitäten im öffentlichen Raum verschrieben haben. 

1. Geht doch - Initiative für’s Zu-Fuß-Gehen und den öffentlichen Raum

„Die Lebensqualität einer Stadt drückt sich dadurch aus, wie viele Menschen sich gerne zu Fuß in ihr bewegen und diese aktive Mobilität nutzen.“ Heute schon ein Stück zu Fuß gegangen? Das würde die Betreiber der Initiative „Geht doch“ freuen. Denn sie vertreten Angelegenheiten aller zu Fuß gehenden Menschen – egal ob du gerade aus der Wohnungs-, U-Bahn-, oder Autotüre in den öffentlichen Raum trittst. Dass der Anteil der zu Fuß gehenden Menschen in Wien abgenommen hat, betrachten sie kritisch und es treibt sie in ihrer Mission an. 

Aktionen im öffentlichen Raum zu planen und Menschen bei der Umsetzung von Aktionen zu unterstützen, steht bei ihnen deswegen auf der Prioritätenliste ganz oben. „Öffentlicher Raum soll auf neue und neugierige, interessante und lustvolle Art und Weise erlebt werden und ist weit mehr als nur der direkte Weg von A nach B.“ Dabei wollen sie: Weniger Autoverkehr, mehr Grünflächen, langsamerer und rücksichtsvoller Autoverkehr, Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen. 

2. Radlobby – gemeinsam für ein fahrradfreundliches Wien 

Bei der Radlobby dreht sich – wenig überraschend – alles um’s Fahrrad. Effiziente und erfolgreiche Arbeit für besseren Radverkehr in Wien, bildet dabei den Fokus ihrer Tätigkeit. Einmal im Monat treffen sich alle aktiven Mitglieder zu einem Jour Fixe. Neben der Verbesserung der Radinfrastruktur auf Bezirks- und Magistratsebene,  Radkursen, Aktionen und Radevents, kümmern sie sich auch um den Radkummerkasten, das  Beschwerdetool für Radverkehrsprobleme.

2.1 RadKummerKasten 

Der RadKummerKasten sammelt Rad-Problemstellen, die von Radlern eingereicht werden und sendet sie an die Stadt Wien, die Bezirksvorstehungen bzw. die Magistrate. Auf einer Online-Karte kann man die Problemsituation beschreiben, und wenn man möchte, ein Foto hinzufügen. Ein kaputtes Stück Radweg, eine Baustelle, ein fehlender Radbügel - das Spektrum der Probleme ist vielseitig. Jeder Problemfall wird ernst genommen und behandelt. 

2.2 Argos - Bikefestival

Die Radlobby kümmert sich nicht nur um die Anliegen der Radler in Wien, sondern auch um deren Unterhaltung. Deswegen wird seit 20 Jahren das Argus Bike Festival veranstaltet. Das größte Fahrradevent in Österreich eröffnet so auch die neue Radl-Saison und bietet eine Plattform für alle Fahrradinteressierten. Neben der Messe, bei der circa 100 Aussteller anwesend sein werden,  gibt es zahlreiche Testmöglichkeiten von Fahrrändern und Streetfood-Trucks sorgen für das leibliche Wohl. Für Action ist zum Beispiel mit dem „Dirt Battle Vienna“ gesorgt.

 

Alle Infos auf einen Blick: 

Bikefestival 

Wo? Wiener Rathausplatz 

Wann? Samstag & Sonntag 14. April - 15. April 2018

Wie lange? 09.00 - 18.00 Uhr 

Eintritt frei! 

 

2.3 Ausstellung: Fahrräder – eine Liebesgesichte  

Wer nicht selbst in die Pedale treten möchte oder sich zusätzlich inspirieren möchte, der sollte beim Nordbahnhof vorbeischauen. Dort findet mit ab 28.April  „BICYCLES! A LOVE STORY – eine Ausstellung über das Glück Fahrrad zu fahren“statt. Gesundheit, Klimaschutz, Lifestyle und Technologie/ Design – die vier Trends stehen bei der Ausstellung im Fokus „Keine Frage: Das Bike boomt. Auch 200 Jahre nach seiner Erfindung. Zeit, es so aufregend wie nie zuvor in Szene zu setzen“, so Markus Böhm, Gründer und Obmann von Weltbüro, und derjenige, der 2006 als Pionier einer neuen, hippen Fahrradkultur den Concept-Store „Radlager Palazzo“ ins Leben gerufen hat.

Alle Infos auf einen Blick: 

Wo? Nordbahnhalle, Leystraße 157, 1020 Wien 

Wann? Eröffnung:  Freitag, den 27. April 2018, 18 Uhr // Dauer: 28. April bis 3. Juni 2018 

Wie lange?  Mo – So 10 – 21 Uhr // Geöffnet an den Feiertagen: 1. Mai (Staatsfeiertag), 10. Mai (Christi Himmelfahrt), 21. Mai (Pfingstmontag), 31. Mai (Fronleichnam)

 

3. Janes Walk – Grätzlgeschichten auf Augenhöhe erzählt 

Austausch, Grätzlgeschichten und Bewegung. Müsste man Jane’s Walks in drei Worten beschreiben, wären es wohl diese. Wir haben aber mehr Platz dafür: Janes Walks sind kostenlose, von Bürgern geführte Spaziergänge. Ziel dieser Spaziergänge ist es, Menschen zu ermutigen, ihre Stadt zu erkunden, Geschichten aus dem Grätzl zu erzählen und sich mit der Nachbarschaft zu vernetzen. Janes Walk gibt es nicht nur in Wien, sondern findet weltweit statt. Jedes Jahr am ersten Wochenende im Mai nehmen Zehntausende Menschen auf mehr als 1.000 Walks in mehr als 250 Städten weltweit an Jane’s Walk teil. „Während traditionelle Touren wie Vorträge sind, soll ein Jane’s Walk ein gleichberechtigtes Gespräch im Gehen sein. Denn wir alle sind ExpertInnen zu den Orten, an denen wir wohnen, leben und arbeiten,“ fasst der Verein selbst den Sinn hinter den Touren zusammen. Mitmachen kann jeder. 

Wenn du selbst einen Spaziergang anbieten möchtest, setze dich doch einfach in Verbindung mit dem Team von Janes Walk und lege die Tour online an. 

4. Grätzloase – gemeinsam die Nachbarschaft beleben

Gestalte dein Grätzl aktiv mit!  Egal ob du einen Parkplatz in einen Grätzlgarten umgestalten, den öffentlichen Raum beleben oder die Straße zum Fitnessraum machen möchtest – die Grätzoase hilft dir, deine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. „Der öffentliche Raum gehört uns allen und lädt zum Genießen, Entdecken und Gestalten ein,“ finden die Betreiber und wollen mit dem Aktionsprogramm der Grätzloase  zeigen, wie der Platz ums Eck oder direkt vor der Haustüre vielfältig genutzt werden kann. Mitmachen können dabei alle in Wien Lebenden die gemeinsam eine kreative Aktion im öffentlichen Raum umsetzen möchten. Eure Idee könnt ihr dabei einfach online per Formular einreichen und wird anschließend von einer fachkundigen Jury beurteilt. Wenn deine Aktion ausgewählt wird, geht’s an die Arbeit und gemeinsam werden die nächsten Schritte der Umsetzung geplant.

Konkret unterstützt wird bei der Finanzierung der Aktion mit finanzieller Unterstützung, mit fachlicher Beratung, Genehmigungen und bei der Bewerbung der Aktion. 

 

Hast du Ideen wie man den öffentlichen Raum noch beleben kannst oder kennst eine Initiative? Kommentiere doch deine Ideen unter dem Beitrag. 

 

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