Umziehen – der Weg ins neue Heim

Gespeichert von Stefan am 27. Oktober 2017 - 8:17
Tags: Umzug

Umzugstipps

Jeder, der den Umzug in sein neues Zuhause in die Tat umsetzen möchte, steht vor einem riesigen Berg voller Organisation und Planung. Ein Umzug und die damit verbundenen organisatorischen Erledigungen, die getroffen werden müssen, können eine ziemliche Belastung sein. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer – wenn der Wohnungswechsel gut organisiert ist.

Umziehen, sei es in eine Wohnung oder ein Haus, ist immer mit Stress und hohem Aufwand verbunden. Entscheidungen müssen getroffen und ein Transportfahrzeug organisiert werden. Auch spielt der finanzielle Rahmen und die damit einhergehenden Möglichkeiten, eine Rolle. Schließlich gibt es vor und nach dem Umzug auch noch eine Menge, was erledigt werden will. 


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Die Entscheidung für einen Umzug kann ganz unterschiedlich sein. Ob das neue Heim beruflich oder privat verlassen wird: Ein Umzug muss gut durchdacht sein. Denn neben dem neuen Heim, was eventuell renoviert werden muss oder die helfenden Hände, die am Umzugstag benötigt werden, gibt es noch mehr zu beachten. Wer einen Umzug plant, der sollte auch auf die kleinen, scheinbar unwichtigeren Details, Wert legen. Nicht nur für den direkten Umzugstag muss alles geplant werden. Dieser Artikel zeigt auf, was es bei einem Umzug zu beachten gilt, was im Vorfeld erledigt werden sollte und worauf es auch nach einem Umzug noch ankommt.


Die Checkliste für einen gelungenen Umzug

Im Folgenden werden die wichtigsten Faktoren unter die Lupe genommen, die es bei einem Umzug zu bedenken gibt. So geht der Wechsel des Wohnraums ohne Problem vonstatten.


1. Renovierung der „neuen“ vier Wände

Natürlich steht an erster Stelle, dass das neue Heim nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet wird. Beim Transport neuer Möbel sind die Treppenhäuser oder Aufgänge und die Breite der Türen von Bedeutung. 
Maß genommen werden sollte auch auf den Fluren, sowie bei einzelnen Ecken und Winkeln innerhalb des Wohnraumes. Das spielt eine erhebliche Rolle, wenn die neuen Möbel in die neuen vier Wände getragen werden sollen. Nicht jede Couch, passt in jede Wohnung!
 

2. Kind und Haustier? Lieber ohne!


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Sind Haustiere vorhanden, sollten diese kurz vor dem Tag des Umzuges ausquartiert werden. Für Tiere stellt ein Umzug einen hohen Stressfaktor dar und daher sollten Haustiere bei einem Umzug nicht dabei sein. Geeigneter ist ein kurzer Aufenthalt bei einer Vertrauensperson. Gerade Katzenbesitzer müssen die Umzugsphase gut planen, da ihre Lieblinge nicht einfach an die Leine genommen werden oder im Auto bleiben können. Hier fällt die Wahl oft auf Transportboxen für die Fahrt ins neue Heim. Vor Ort sollte die Katze einen „Herrschaftsbereich“ vorfinden, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.
Das gilt natürlich auch für den Nachwuchs. Ein Umzug ohne Kinder ist für beide Seiten, die Kinder wie auch die Eltern, stressfreier. Kinder sind keine Maschinen und daher nicht programmierbar und so kann es mit einem Kind am Umzugstag chaotisch zugehen. Ein Wohnungswechsel stellt schließlich schon für einen Erwachsenen eine besondere Herausforderung dar.
 

3. (Un)bekannt verzogen?

Die Formalitäten dürfen nicht vergessen werden. Ein Nachsendeauftrag für Briefe und Briefsendungen sollte abgeschlossen werden. Dieser dient dem Nachsenden von Briefen an die neue Adresse und kann bis zu 12 Monate Anwendung finden. So kann in aller Ruhe bei sämtlichen Behörden und Anlaufstellen, wie Strom- und Telefonanbietern, Bank und Arbeitgeber, die aktuelle Adresse mitgeteilt und geändert werden. 
 

4. Versicherungen anpassen

Jeder ist im Besitz einer Versicherungspolice der Haftpflicht- und Haushaltsversicherung. Auch hier sollte ein genauer Blick in die Polizzen vor dem Umzug von Bedeutung sein. „Ändert sich die Größe des neuen Heims? Werden zusätzliche Versicherungen benötigt?“ Diese Fragen sollten vor dem Umzug eine Antwort finden. Dann kann die Größe des Wohnraums rechtzeitig geändert oder der Status der einzelnen Versicherungen und deren Bedingungen aktualisiert werden. Bei einem Eigenheim mit einer Öl-Heizung oder einer viel größeren Wohnung ist das durchaus sinnvoll und wichtig.


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5. „Ordnung ist das halbe Leben“

Wer vorher gut ausgemistet und aufgeräumt hat, trägt am Ende weniger Kisten – die hoffentlich alle beschriftet werden. Im Keller, auf dem Dachboden oder im Geräteschuppen im Garten findet sich allerlei Altes, was den Umzug nicht mit antreten soll. Bei dieser Gelegenheit kann der Sperrmüll entsorgt oder der nächste Flohmarktstand organisiert werden. Nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell bietet das einen Gewinn. 
 

6. Umzugshelfer, Fahrzeug und Co.

Zwei Wochen vor dem Umzug sollten Umzugshelfer organisiert werden. Auch dazu sollten sich vorher grob einige Gedanken gemacht werden. Schließlich ist es nicht hilfreich, wenn zu viele Helfer auf einmal beim Umzug helfen. Wiederum sind zu wenig helfende Hände auch nicht wirklich hilfreich. Im Bekannten- und Freundeskreis wird sich sicher jemand finden, der am Umzugstag Zeit hat. Daher sollten zuverlässige und kräftige Helfer ausgewählt werden. Helfer, die auch mal eine Fahrt mit dem Transporter machen können oder von denen ein schweres Möbelstück auch mal alleine getragen werden kann. Die Verpflegung für die Helfer darf auch nicht vergessen werden. Dafür sollten genügend Getränke und auch Speisen zur Verpflegung stehen.
Das Fahrzeug für den Umzug sollte je nach Größe des Hausrats gewählt werden. Daher ist es von Bedeutung, gut einschätzen zu können, wie viele Kartons benötigt und welchen Platz die vorhandenen Möbel einnehmen werden. Ein genaues Zählen und Messen erleichtert diesen Vorgang. So kann einfacher bestimmt werden, welches Fahrzeug geeignet und passend ist und welches nicht. 
Aufgepasst: Oft wird der Platz, den kleine  Gegenstände einnehmen, unterschätzt. Das verursacht Stress, Unmut bei den Helfern und verzögert den Umzug merklich.


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7. Der finale Tag – jetzt geht’s los!

Am Tag des Umzugs sollte alles Wichtige erledigt sein. Das Hauptaugenmerk sollte nur noch darauf liegen, wie Hausrat und Möbel in die neuen vier Wände gelangen und dort sicher verstaut werden können. Dafür muss an die Abholung des Fahrzeugs gedacht werden und die Verpflegung für die Helfer sollte bereit stehen. Ein voller Akku des Mobiltelefons, ein bisschen Geld im Portemonnaie und klare Instruktionen des Umzugs-Organisators reichen nun noch aus, um einem stressfreien und schnellen Umzugstag entgegensehen zu können. Am Ende des Tages, bevor das letzte Mal die „alte“ Haustür zugezogen wird, sollten noch alle Zählerstände mit aktuellem Datum und am besten in Gegenwart eines Zeugen, notiert werden. So kann es nachträglich keinen Ärger bei der Nebenkostenabrechnung des Vermieters geben. Der Briefkasten sollte ein letztes Mal geleert, sowie die Klingelschilder abmontiert werden. Jetzt kann das alte Kapitel abgeschlossen werden und die Familie ist bereit für ihr neues Wohnglück.
 

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