Wann & wo am häufigsten eingebrochen wird

Gespeichert von Angela am 29. November 2016 - 10:20
Tags: Sicherheit

Wann und wo am häufigsten eingebrochen wird

 

Roman Hahslinger von der Landespolizeidirektion Wien verrät uns, ob Einbrüche in der Herbst-/Winterzeit häufiger vorkommen und wie man vorbeugen kann. 

Roman Hahslinger über wann und wo am häufigsten eingebrochen wirdBetreffend Einbruchzahlen habe ich keine Daten. Generell muss aber festgehalten  werden, dass die Einbruchsgefahr das ganze Jahr hindurch besteht (man ist in der Arbeit, im Sommer in Urlaub oder einfach nur unterwegs) und nicht  auf Jahreszeiten eingeschränkt werden kann. Im Herbst und Winter kommt es jedoch aufgrund der früher einsetzenden Dunkelheit verstärkt zu Einbrüchen“, so Chefinspektor Roman Hahslinger.

Fotograf: Karl Schober

Bevorzugte Objekte von Einbrechern

Eingebrochen wird dort, wo die Täter der Meinung sind, dass der  Widerstand von Türen und Fenstern gering ist. Dies ist der Fall, wenn z.B.  der Zylinder im Außenbereich mehr als 3 mm herausragt und somit abgedreht werden kann, der Beschlag ebenfalls im Außenbereich durch Entfernen der Schrauben beseitigt  werden kann. Auch ein Sichtschutz, etwa durch Hecken, Gebüsche oder Bäume, etc. birgt eine gewisse Gefahr für Angriffe auf Fenster- oder Terrassentüren. Es gilt der Grundsatz: „Werde ich nicht, so werden auch andere Personen nicht gesehen.

Empfohlene Maßnahmen zum Schutz

Was die Polizei empfiehlt: „Um eine ganzjährige saisonunabhängige Sicherheit für das Eigenheim zu gewährleisten empfehlen wir daher einbruchhemmende Sicherheitsprodukte, wie der Einbau einbruchhemmender Türen nach ÖNORM B5338 ab der Widerstandklasse 3-oder 4. Bei Fenstern oder Terrassentüren den Einbau  von Widerstandklasse 2 Fenstern. Je nach Beschaffenheit der vorhandenen Türen und Fenstern können diese auch mit anderen Sicherheitsprodukten nachgerüstet werden. Die jeweiligen Empfehlungen sind vom Objekt, Lage und den eigenen Bedürfnissen abhängig und müssen daher individuell geplant werden“, so Chefinspektor Roman Hahslinger. 

 

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Kommentare

Ich kannte einmal einen Amerikaner, der ein EFH am Rande der Lobau bewohnte. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass er niemals seine Haustüre absperrte und sprach ihn darauf an. Seine Antwort: Beim ihm ist nichts zu holen und wenn doch jemand der Meinung wäre und es der Person weiterhilft könne sie sich ruhig bedienen. In jedem Falle wäre der Schaden einer beschädigten Türe oder Fensters größer als der entwendete Wert(Gegenstand). Ich bin sicher das es nicht nur auf die Leichtigkeit einzubrechen ankommt sondern vor Allem auch darauf ob man sich Hoffnung auf einen Lohnenswerten Einbruch machen kann. Bei meinem Kumpel ist noch nie etwas weggekommen und auch wir haben phasenweise Haus, Wohnung und Auto nicht verschlossen. Gelegentlich waren wir bei Heimkehr zB vom Einkaufen überrascht dass Besucher einstweilen in der Küche Platz genommen hatten und auf uns warteten, aber auch bei uns ist noch nie etwas verschwunden - jedenfalls wüssten wir nichts davon.
In der jetzigen Wohnung in Wien ist zwar abgeschlossen aber die Türe kann jeder mit einem Schraubenzieher aufbrechen - wenn jemand etwas "Gerümpel" entfernen möchte kann er mich aber auch einfach fragen - ich öffne gerne die Tore und Wertgegenstände wird man vergeblich suchen...
Manchmal wäre ich echt froh ich hätte weniger. Ich bin zwar unbesorgt dass etwas wegkommen könnte, aber alles muss auch gepflegt und aufbewahrt werden...