Hausbesorgerin mit offenem Ohr für die Nachbarn

Gespeichert von Angela am 20. Oktober 2015 - 15:16
Tags: Lieblingsnachbarn

Hermine, Nachbarin aus dem 6. Bezirk

In Hermines Wohnung stapeln sich oft die Packerln für die Nachbarn, „ich bin sozusagen eine Außenstelle der Post” sagt sie mit einem Augenzwinkern. Als Hausbesorgerin ist sie oft daheim, während andere auswärts arbeiten. Sie hält das Haus in Ordnung, putzt, räumt Werbung weg. Aber ist auch gern mit einem offenen Ohr für ihre Nachbarn da. „Besonders ältere Leute haben oft Gesprächsbedarf.” Weitersagen tut sie nur Dinge, von denen sie es auch okay fände, wenn andere das von ihr weitererzählen. Sie mag ihre Arbeit, weil sie sehr praktisch ist und ihr eine relativ freie Zeiteinteilung ermöglicht. So kann sie im Sommer auch mal um zehn an die Donau schwimmen gehen. 

Hermine wohnt schon lange in Wien, seit siebzehn Jahren im sechsten Bezirk. „Aufgewachsen bin ich in Niederösterreich, im Bezirk Scheibbs. Auf einem Bauernhof. Da gab es alles, Obst, Gemüse, Tiere. Und alle Generationen haben zusammen unter einem Dach gewohnt. Das fand ich sehr schön. Heute ist das nicht mehr so üblich, vielleicht sind wir zu egoistisch dazu?”, vermutet sie. Ihre beiden Töchter wohnen in ihrer Nachbarschaft. Heute ist das Zusammenleben einfach etwas weiter. Vielleicht liegt das auch daran, dass es inzwischen einfach mehr Möglichkeiten zur Vernetzung gibt? 

Wie auch FragNebenan. Davon hat Hermine Anfang Jahr über die Medien erfahren. Und sich gleich angemeldet. „Eine super Idee”, findet sie. Sie vernetzt sich dort mit Nachbarn, die ihre Interessen teilen: Sport und Ernährung. „Ich habe von meinem Fitnessstudio Gutscheine für einen gratis Probemonat bekommen. Meine Freunde sind enweder schon wo angemeldet oder machen nicht so gern Sport. Ich hätte es schade gefunden, wenn die Gutscheine verfallen. So habe ich sie auf FragNebenan angeboten. Da haben sich so viele gemeldet, dass ich sogar noch mehr Gutscheine geholt hab. Eine Nachbarin, die ist Masseurin, hat mir dann als Dankeschön einen Massagegutschein geschenkt”, freut sie sich. Hermine ist auch in einer Laufgruppe. „Mitgelaufen bin ich bisher aber noch nicht, denn die laufen immer abends. Ich würde sehr gern morgens laufen. Das kommt bestimmt noch”, sagt sie.  

Mens sana in corpore sano

Auch geistiger Ausgleich zu ihrem praktischen Beruf ist ihr wichtig. Sie hat vor einer Weile die Matura nachgemacht. Gerade macht sie einen Englischkurs. 

Vom Bauernhof hat sie die Wertschätzung für gute Lebensmittel mitbekommen. Es war ihr auch wichtig, das an ihre Mädels weiterzugeben. „Wenn man das nicht lernt, wo unser Essen herkommt, denkt man vielleicht echt, dass Kühe violett sind.” Auf FragNebenan ist sie in einer Social Cooking Gruppe, auf Facebook in einer Food Sharing Gruppe. Da werden Lebensmittel „gerettet”, also günstig weitergeggeben oder verschenkt und somit verwertet bevor sie weggeworfen werden.

Sie kocht „wieder gerne”, wie sie sagt. Eine Zeit lang war es eher ein Muss, aber jetzt freut es sie wieder. Und sehr, dass sie das ADAMAH Biokistl-Abo gewonnen hat. Darüber war sie ziemlich überrascht. „Ich wusste ja nicht, wie viele mitmachen”, sagt sie. Das waren tatsächlich einige. Aber sie hat so viele Nachbarn zu FragNebenan geholt, dass ihre Chancen sehr stark waren. So erhält sie ein halbes Jahr lang jede Woche frisches Bio-Obst und -Gemüse aus der Region. 

Bio vor die Haustür vom ADAMAH :)

Hermine wünscht sich auch für ihr Grätzl noch mehr Nachbarinnen und Nachbarn. „Manchmal ist auf der Startseite nicht so viel Aktivität. Aber wenn man eine Frage stellt, merkt man gleich, die Leute sind da. Da ist einfach viel Potenzial, wenn man sich vernetzt.

So kannst du mehr Leute zu FragNebenan holen

Und weil es bestimmt noch mehr Nachbarn so geht wie Hermine, erklären wir noch einmal, wie du FragNebenan weiterempfehlen kannst und so noch mehr Leben in deine (oder auch eine andere) Nachbarschaft holst. Bis jetzt sind wir zwar schon einige Nachbarinnen und Nachbarn, nämlich rund 17.000 aber auf ganz Wien bezogen ist das sehr wenig, nicht einmal 1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner! Wir sind sicher, wir können mehr! Und gemeinsam mehr erreichen :) 

  1. Du kannst Nachbarinnen und Nachbarn per Aushang einladen*. Einfach auf das Schwarze Brett pinnen. Gern auch zusätzlich an die Eingangstür oder den Briefkasten. Wer mag, kann natürlich auch selbst einen Zettel schreiben und in den Briefkasten werfen. Oder Nachbarinnen und Nachbarn im Gang ansprechen. Da hat man auch gleich ein Thema zum Reden ;)
  2. Du kannst Freunde und Bekannte per Mail dazu holen*. 
  3. Oder du möchtest einen Link teilen*, zum Beispiel auf Facebook. 
  4. Und dann kannst du natürlich auch immer weitererzählen, was du selbst mit FragNebenan erlebt hast. 
* Um die Links aufrufen zu können, musst du selbst bei FragNebenan angemeldet sein. (Wenn du das noch nicht bist, warum zögerst du noch? ;))