Ein Ostermärchen von der Rosi-Oma

Gespeichert von Angela am 27. März 2016 - 8:47
Tags: Familie

Frohe Ostern!

Frohe Ostern allen Nachbarinnen und Nachbarn!

Weil sie mehr Geschichten im Kopf hat, als sie aufschreiben kann, ist der Rosi-Oma auch gleich ein Märchen für Ostern eingefallen. Sie hat es extra für euch geschrieben. Danke, Rosi-Oma!

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Die Hasenmutter und ihre Kinder

 

Alle weiblichen Hasen die am Feld leben und in den Windgürteln ihre Schlafplätze haben, werden im März schon Mutter.

Die jungen Häsinnen wissen eigentlich, was sie alles tun müssen, dass ihre kleinen Häschen gesund und am Leben bleiben, nur eine kleine Hoppeline hat anscheinend nicht aufgepasst, wie die alten Hasenmütter ihnen gezeigt haben, was sie tun müssen, wenn sie Kinder bekommen.

Foto: PhyreWorX

 

Hoppeline war ein verträumtes Hasenkind und immer die letzte, wenn es zum Davonrennen war.

Und jetzt bekam diese kleine Häsin schon Kinder.

Es hat gar nicht lange gedauert, bis die 2 Winzlinge zittern im Gras vom kalten Märzwind angeblasen wurden.

Das wusste Hoppeline, dass sie ihnen nun gleich etwas zu trinken geben musste, damit sie zu Kräften kommen, und sie wusste, dass sie sich ducken und verstecken mussten.

Das taten sie auch. Die kleine Hasenmama lockte ihre Kinder in eine Mulde, wo rundherm viel dickes, hohes Gras wuchs. Drückte ihre langen Ohren fest an ihren Körper und sie hoppelte davon zu den anderen Hasenmüttern.

Doch kaum war sie aus dem Windgürtel draußen, wurde der Wind so heftig, dass er sich fast wie ein Sturm anfühlte und es  begann zu regnen.

Schnell lief sie zurück zu ihren Kindern und schaute, ob sie nicht nass wurden. Die schlauen Kleinen waren noch tiefer in die Mulde gekrochen, aber ihre Mutter fand sie trotzdem.

Wieder ließ sie sie trinken und dann machte sie sich gleich auf den Weg zu den großen Hasen.

Doch inzwischen ist aus dem Regen Schnee geworden und weit und breit war in dem bösen Sturm kein Hasenschwänzchen zu erblicken.

Was machte die kluge Hoppeline? Sie ging wieder zurück zu ihren Kindern und legte sich in die tiefe Mulde zu ihnen. Sie war auch schon recht müde, weil der Sturm sie anständig durchgeblasen hatte, so schlief sie ein neben ihren Kindern.

Wieviel Zeit vergangen war wusste sie nicht, da wurde sie plötzlich munter, die Sonne leuchte warm vom Himmel und das Gras rundherum war trocken.

Auch Glocken hörte sie läuten und da kamen Hasen daher, die aufrecht gingen und in hölzernen Scheibtruhen bunte Eier und Schokoladehasen führten.

Sie weckte ihre Kinder und sie gingen alle drei auf die Wiese hinaus und begrüßten den Osterhasen.

Und ich hoffe, dass es heuer auch, wo Ostern doch auch schon im März ist, am Ostersonntag so schön wird und die Sonne warm scheint.

Darum frohe Ostern euch allen, und vergeßt nicht: Immer wieder geht die Sonne auf.

 

Rosi-Oma, geschrieben am 23. März 2016 für die NachbarInnen von FragNebenan

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Kommentare

Ich habe jetzt mein Märchen mit so einem süßen Bild eines Hasenkindes gesehen, udn ich freue mich, wenn es auch andere Mütter oder Großmütter ihren Kindern vorlesen. Ich hatte am Karfreitag Besuch von meiner Enkelin Melissa und ihrem Mann und ihren beiden Kinder Noel und Lia. Nach dem Mittagessen, es gab wieder Broccoli und Spinat mit Spiegelein und Erdäpfeln, musste ich wie immer meine Geschichten vorlesen. So auch die Hasengeschichte, das Märchen vom kleinen, grauen Esel in Schönbrunn, sowie den Kuscheltiger. Die Eselgeschichte habe ich einmal für Noel geschrieben und den Kuscheltiger für meinen Enkel Merlin, der jetzt schon 17 ist. Ich habe es auch dazugesagt für wen ich diese Geschichten erfunden habe, da hat mir die kleine Lia ganz traurig gesagt, dass sie noch keine Geschichte von mir für sich bekommen hat. Sie bekommt eine zu ihrem 5. Geburtsatg am 5.Juli 2016. In der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, das kommt sehr oft vor, weil ich schon eine recht alte Oma bin, fallen mir immer meine Märchen und Gedichte ein. Alles Liebe allen die meine Geschichten mögen,a ber auch den anderen, die zu faul sind sie zu lesen. Rosi