Wie funktioniert eigentlich die „Stopp-Corona-App“?

Gespeichert von Fragnebenan am 1. April 2020 - 23:48
Tags: Tipps, Corona

Stopp Corona App

„Stopp Corona“ heißt die kostenlose App des Roten Kreuzes, in der User ihre Begegnungen mittels digitalem Handshake aufzeichnen und so zur Eindämmung des Corona-Virus beitragen können. Wie die App funktioniert und worauf man als User achten sollte, zeigen wir euch hier.

Die neue „Stopp-Corona-App“ soll die Verbreitung des Covid-19-Virus in der Bevölkerung verhindern. Herzstück der App ist ein Kontakt-Tagebuch, in dem persönliche Begegnungen anonymisiert gespeichert werden. Meldet eine Person Covid-19-Symptome, werden alle Personen, mit denen in den letzten zwei Tagen Kontakt aufgenommen wurde, automatisch benachrichtigt. Darüber hinaus enthält die App wichtige Informationen rund um das Thema Corona-Virus.

 

Wie funktioniert die App?

·       Der „digitale Handshake“: 
Ob in den Öffis, am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich – Tritt man mit anderen Menschen in Kontakt, wird ein sogenannter „digitaler Handshake“ ausgetauscht. Die Begegnungen werden gegenseitig anonymisiert gespeichert, denn jeder Nutzer erhält in der App eine eigene Nummer (TAN). Sind zwei oder mehrere Nutzer in einem Raum, können sie gegenseitig ihre Nummern auswählen und damit ihre Begegnung bestätigen. Wichtig ist, dass beide Personen den digitalen Handshake in der App eintragen, denn nur so kann im Falle einer Erkrankung die jeweils andere Person verständigt werden. 

·      Corona-Selbstcheck

In Kürze ist eine weitere Funktion der App verfügbar: User können anhand eines klinisch geprüften Fragebogens einen Corona-Selbstcheck durchführen und ihre Symptome regelmäßig überprüfen. Wenn die Symptome auf eine Covid-19-Infizierung zutreffen, gibt es die Möglichkeit eine Verdachtsmeldung abzugeben. Die User, mit denen zuletzt Kontakt aufgenommen wurden, werden daraufhin anonym informiert und aufgefordert, sich vorsichtshalber und eigenverantwortlich in Selbstisolation zu begeben. 

·       Corona-Bestätigung

Wenn ein Arzt eine Corona-Infektion feststellt, kann der User ebenfalls eine Meldung über die App abgeben, um seine letzten Begegnungen anonymisiert zu benachrichtigen. Auch hier werden die informierten Kontakte aufgefordert, sich unmittelbar und eigenverantwortlich in Selbstquarantäne zu begeben.

 

Was muss ich beachten?

  • Trifft man dieselbe Person am nächsten Tag oder im Laufe der Woche wieder, muss bei jeder Begegnung erneut ein digitaler Handshakes erfolgen. Nur so kann die App die korrekten Informationen verwerten und so schnell wie möglich über Erkrankungen informieren.

 

  • Die Begegnung mit Menschen im gemeinsamen Haushalt muss nicht aufgezeichnet werden. Jedes Familienmitglied sollte aber eine eigene App besitzen und sein Kontakt-Tagebuch für alle restlichen Begegnungen außerhalb des Haushalts festhalten.

 

  • Je mehr Menschen die App nutzen, desto rascher können Infektionsketten durchbrochen werden, darum ist es sinnvoll, die App im Bekannten- und Freundeskreis weiterzuempfehlen. 

 

Wo bekomme ich die App?

Hier gibt’s die App für Android zum Download

Hier gibt’s die App für iOS zum Download

 

Wozu brauche ich die App?

Die „Stopp-Corona-App" wurde entwickelt, um mit den nach wie vor rapide ansteigenden Ansteckungszahlen zurecht zu kommen. Denn zur Bekämpfung des Corona-Virus gibt es vor allem zwei wirksame Maßnahmen: Neben der Einschränkung sozialer Kontakte ist die Rückverfolgung eben dieser zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus besonders wichtig. Die App hilft dabei, den Zeitraum zwischen Auftreten der Symptome bei einer Person und dem Tracking seiner Kontakte zu verkürzen. Das verringert jenes Fenster, indem weitere Personen angesteckt werden können und entlastet unser Gesundheitssystem. Je mehr Menschen die App also nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden.

 

Übrigens: Auch in Sachen Datenschutz dürfte die „Stopp-Corona-App“ in Ordnung sein. Experten von SBA Research nahmen die App unter die Lupe und kamen zu dem Ergebnis, dass soweit keine Bedenken nötig sind.