Zero Waste! Tipps für’s Einkaufen, Kochen, Essen

Gespeichert von Clara am 3. Januar 2018 - 10:22
Tags: Nachhaltigkeit

Zero_Waste_Unverpackt

Zero Waste und Abfallvermeidung werden (endlich) immer populärer. Deshalb haben wir die Nachbarinnen und Nachbarn auf FragNebenan nach ihren Tipps gefragt - und sie haben uns ihre besten verraten. Sehr schön fanden wir: Stofftaschen oder Rucksäcke zum Einkaufen mitzunehmen  sowie wiederverwendbare Trinkflaschen aus Glas, Edelstahl und Co zu verwenden, ist bereits für viele Nachbarn Standard. Darüber hinaus gab es aber noch viele,  teilweise sehr leicht umzusetzende, Ideen:

 

Rund ums Kaffeetrinken

Hier sind sich die Nachbarn nicht ganz einig. Sicher ist jedenfalls, Coffee to go wird nicht aus Einwegbechern getrunken, sondern aus selbst mitgebrachten und wiederverwendbaren Keep Cups. Das spart Plastik und häufig sogar Geld. Zuhause wird der Kaffee mit einer French Press, einem Espressokocher oder einem Vollautomaten zubereitet. Also keine Maschinen mit Kapseln. Und der Kaffeesatz wird dann gleich als Dünger für Pflanzen verwendet. Oder als Geruchsneutralisierer für den Kühlschrank.

 

Im Supermarkt einkaufen

Neben besserer Planung beim Einkaufen oder überhaupt seltener einkaufen zu gehen, gibt es noch viele kleine Tricks von unseren Nachbarn. Um den dünnen Plastiksackerln für Obst und Gemüse zu entgehen, kann man für loses Obst und Gemüse kleine Stoffnetze nähen. Und wenn’s doch mal ein Plastiksackerl sein muss, dann unbedingt wiederverwenden! Als Jausensackerl oder kleiner Müllsack kann es mindestens noch eine weitere Aufgabe erfüllen.
Für die Feinkost kann man eigene Behältnisse mitnehmen und befüllen lassen. Das ist nicht aufwendig und wird, zumindest von Bio Supermärkten, Denns und Co, auch gern gemacht. Eingeschweißtem Obst und Gemüse kann man mit ein bisschen Planung entgehen, genauso wie Feinkost in Blisterverpackungen.

 

Bewusster einkaufen

Viele Nachbarn gehen auf Bauernmärkte einkaufen oder lassen sich ein Gemüsekistl liefern. Außerdem gibt es inzwischen schon viele Foodcoops, die von Trockenware bis Obst und Gemüse vieles anbieten und obendrauf noch selbstorganisiert sind. Genannt wurden auch CSA-Gärtnerbetriebe (community supported agriculture), die euch mit Bio- oder Demeter-Gemüse versorgen und viele Anlaufstellen in der Stadt haben. Frag doch mal in deiner Nachbarschaft nach, ob es so etwas bei dir gibt.
Auch erfreulich: Es gibt immer mehr Geschäfte, die ihre Waren unverpackt anbieten. Unsere Nachbarn in der Warenhandlung Wenighofer Wanits in 1030 Wien zum Beispiel. Oder das Gramm in Graz, Nets.werk Läden in Linz, Frau von Grün in Salzburg. Oder Liebe & Lose in Innsbruck.

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Jause und Reste verpacken

Die Jause für Büro und Schule kommt am besten in eine Edelstahldose, in ein Stoffsackerl oder in ein wiederverwendetes Brotsackerl aus Papier. Was beim Kochen an Resten übrig bleibt, braucht weder Klarsicht- noch Alufolie. Einfach mit einem Teller zudecken, in Marmeladen- oder Weckgläser füllen und in den Kühlschrank stellen. Außerdem eignen sich Wachstücher perfekt für’s Mitnehmen oder Abdichten. Wir verwenden sie jedenfalls im Büro. Und zum Essen mitnehmen oder von einem Lokal holen, gibt es Take-Away Behälter, wie z.B. Bento-Boxen, die unseren Programmierer Jan überzeugt haben.

 

Zero_Waste_Jausenbox   Zero_Waste_Einkaufskorb

(c) Jausenbox: Zero Waste Austria, Korb: Klaus Kodydek

 

Bio-Abfälle sammeln und kompostieren

Einige Nachbarn haben für alle biogenen Haushaltsabfälle eine Bio-Tonne im Haus oder in der Nachbarschaft. Der Kompost daraus kann in vielen Städten später  gratis abgeholt werden. Und Manche kompostieren ganz unkompliziert einfach selbst Zuhause. Zum Beispiel mit einem Bokashi-Küchen-Komposter.

 

Zero Waste-Gruppen auf FragNebenan

Die FragNebenan-Nachbarinnen und Nachbarn sind rund um Abfallvermeidung, Selbstversorgung, Foodcoops und Co in vielen Gruppen aktiv. Ein paar Beispiele:

 

Willst du noch mehr Infos? Dann schau auf unseren Artikel Zero Waste! Tipps für Haushalt und Hygiene. Hast du noch weitere Tipps zur Abfallvermeidung welche du teilen willst? Schreibe sie doch gleich hier unter den Artikel. Wir sind gespannt!

 

Danke an Zero Waste Austria für die Fotos! Wer sich weiter vertiefen will, wird sicherlich auf Homepage und Blog von Zero Waste Austria fündig.

 

Orte: 

Kommentare

I Like like like!!

Wir haben v.a. auch im Bad auf wiederverwendbare/plastikfreie Alternativen umgestellt:

- waschbare Abschminkpads (z.B. von 'timespring' auf Amazon - noch dazu ein österreichisches Produkt)
- Mikrofaser-Abschminklappen - selbst wasserfestes Makeup und Wimperntusche gehen damit ohne Probleme runter und man spart sich auch noch die Abschminkmilch in der Plastikflasche
- feste Dusch- und Rasierseife, Shampoo-Bars und Deo-Bars (z.B. von LUSH - bekommt man auch verpackungsfrei) - auch unheimlich praktisch für Reisen - die rinnen nicht aus und sparen Platz!
- mein Mann rasiert mit Rasiermesser, ich mit einem klassischen metallenen Rasierhobel - die Klingen halten monatelang, kosten im Centbereich und die Angelegenheit ist komplett plastikfrei
- Handbürste aus Holz mit Naturborsten
- Bimsstein statt Plastik-Hornhautfeile

Was man noch probieren kann (aber soweit sind wir noch nicht ;-) ):
- Bambuszahnbürsten, konsequenterweise mit Naturborsten
- selbstgemachtes Deo und Zahnpaste (gibts tausende Tutorials auf Youtube)
- selbstgemachtes Waschmittel aus Roßkastanien (s. Youtube)

LG, Sylvia

Hallo,
Danke für die wertvollen Tipps!Ich persönlich fahre auch mindestens einmal pro Woche in das verpackungsfreie Geschäft, das Gramm in der Neutorgasse unter den Arkaden,wo wirklich ausgesuchte Produkte aus der näheren Umgebung verpackungsfrei erhältlich sind,und außerdem daraus schmackhafte Menüs zubereitet werden,die man auch mitnehmen kann!
Liebe Grüße Brigitte

Wenn ich am Bauernmarkt einkaufe, verwende ich meine Stofftasche und außerdem bringe ich bereits verwendete Nylonsäcke mit. Leider ist im M-Preis, der viele Bio-Waren führt, alles Gemüse und Obst in Plastik verpackt. Für die Eier verwende ich gebrauchte Eierbehälter und beim Bauernmarkt bin ich als Single nicht gezwungen, eine volle Packung zu kaufen. Dort gibt es auch frische Rohmilchbutter nicht in Albfolie verpackt. Das Yoghurt wird in Gläsern angeboten, für die man Einsatz zahlt. LG Christine

Der "Coffee To Go" gehört meines Erachtens abgeschafft. Kaffee sollte man aus einer schönen Tasse im Kaffeehaus genießen. So viel Zeit muss sein. Dadurch würde automatisch der damit verbundene Müll wegfallen.
Sollte man sich hin und wieder für Kaffee und Kuchen zu Hause oder im Büro entscheiden, dann in die Konditorei, Bäckerei oder auf den Bauernmarkt ein wiederverwendbares Gebinde mitnehmen, und den Kuchen damit transportieren.

Ganz toll, was für Umstellung dir im Badezimmer schon gelungen ist. Danke für die vielen guten Tipps.
Seit einem Jahr verwende ich nur mehr feste Seife und die kaufe ich unverpackt von einer Freundin, die sie selber herstellt.
LG, Sabine

Es ist eine gute Idee ein stoffsackerl mit einem Snack oder etwas ähnliches zur Arbeit mitzunehmen. Ich mag mein überiges Essen immer verpacken und später essen. VG https://www.verpacken24.com/

Mir haben diese beiden Videos zum Thema gut gefallen. Sollte mMn. jeder mal angesehen haben.

- Takeout creates a lot of trash. It doesn't have to.
- The environmental cost of free two-day shipping

LG Jan